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Haus verkaufen mit einem Makler aus Ihrer Region

Ein Hausverkauf dauert meist mehrere Monate und hat viele Beteiligte: Makler, Käufer, Bank, Notar und Grundbuchamt. Hier sehen Sie, was auf Sie zukommt und was ein Makler Ihnen abnimmt.

Stand 25.09.2026 · Redaktion Heimatprofi

Kurz beantwortet

Beim Hausverkauf mit Makler übernimmt der Makler Preiseinschätzung, Exposé, Inserate, Besichtigungen, Bonitätsprüfung der Interessenten und die Vorbereitung des Notartermins. Sie liefern Unterlagen wie Grundbuchauszug und Energieausweis. Für ein Einfamilienhaus an einen Privatkäufer zahlen Verkäufer und Käufer die Provision zu gleichen Teilen, in Sachsen und Brandenburg meist je 3,57 %.

Was übernimmt der Makler beim Hausverkauf?

Der Makler organisiert den Verkauf von der Preisfindung bis zum Notartermin. Den Kaufvertrag beurkundet immer ein Notar.

  1. Besichtigung und Preiseinschätzung: Der Makler sieht sich das Haus an und leitet einen Angebotspreis aus Vergleichsverkäufen, Bodenrichtwert und Zustand ab.
  2. Unterlagen: Er prüft, was vorliegt, und besorgt mit Ihrer Vollmacht fehlende Dokumente, etwa Bauakte oder Flurkarte.
  3. Exposé und Inserate: Fotos, Grundrisse, Beschreibung und die Pflichtangaben aus dem Energieausweis.
  4. Besichtigungen: Terminvergabe, Führung durchs Haus, Rückfragen der Interessenten.
  5. Käuferauswahl: Prüfung der Finanzierung, zum Beispiel über eine Finanzierungsbestätigung der Bank.
  6. Notartermin: Weitergabe der Daten an den Notar, Abstimmung des Vertragsentwurfs, Begleitung zur Beurkundung und oft zur Übergabe.
Leere Altbauwohnung mit Dielenboden, auf der Fensterbank eine Mappe mit Unterlagen und ein Schlüssel
Symbolbild

Wie bereiten Sie Ihr Haus auf den Verkauf vor?

Sammeln Sie früh die Unterlagen und klären Sie offene Punkte im Grundbuch. Große Renovierungen vor dem Verkauf lohnen sich selten.

Käufer wollen wissen, was sie kaufen. Je vollständiger die Unterlagen sind, desto weniger Nachfragen gibt es und desto sicherer ist der Preis. Die wichtigsten Dokumente sind der aktuelle Grundbuchauszug, die Flurkarte, Grundrisse und Wohnflächenberechnung, der Energieausweis und Nachweise über Modernisierungen wie neue Heizung, Fenster oder Dach. Die vollständige Liste steht im Ratgeber Unterlagen für den Immobilienverkauf.

Aufräumen, kleine Reparaturen und ein gepflegter Garten helfen bei Besichtigungen. Eine neue Küche oder ein neues Bad kurz vor dem Verkauf holen Sie über den Preis meist nicht vollständig zurück, weil Käufer eigene Vorstellungen haben. Besprechen Sie das mit dem Makler, bevor Sie Geld ausgeben.

Grundschuld und Kredit

Läuft noch ein Darlehen auf dem Haus, sprechen Sie früh mit Ihrer Bank. Bei vorzeitiger Rückzahlung kann eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen. Die Löschung der Grundschuld zahlt in der Regel der Verkäufer.

Welche Kosten hat der Verkäufer beim Hausverkauf?

Der größte Posten ist die Maklerprovision, üblich sind 3,57 % für den Verkäufer. Notar und Grundbuch zahlt nach Gesetz und Praxis meist der Käufer.

Typische Kosten des Verkäufers (Orientierung)
PostenWer zahltHöhe
MaklerprovisionVerkäufer und Käufer je zur Hälftemeist je 3,57 % inkl. MwSt.
EnergieausweisVerkäuferje nach Art und Aussteller
Löschung der GrundschuldVerkäuferrund 0,2 % der Grundschuldsumme
VorfälligkeitsentschädigungVerkäufer, falls Kredit vorzeitig abgelöst wirdnach Vertrag und Bank
Notar und Grundbuch für den KaufKäufer (§ 448 BGB)etwa 0,8–1,5 % des Kaufpreises

Stand 09/2026, Quellen siehe unten. Ausführlich auf der Kostenseite.

Haben Sie das Haus vor weniger als zehn Jahren gekauft und nicht selbst bewohnt, kann auf den Gewinn Einkommensteuer anfallen. Wie die Spekulationsfrist funktioniert, steht auf der Seite Kosten beim Immobilienverkauf.

Wie lange dauert ein Hausverkauf?

Eine feste Dauer gibt es nicht. Sie hängt von Lage, Zustand, Preis und Nachfrage ab. Planen Sie für Vorbereitung, Vermarktung, Käufersuche, Notartermin und Zahlung mehrere Monate ein. Nach der Beurkundung vergehen bis zur Zahlung des Kaufpreises oft noch einige Wochen, weil der Notar erst die Auflassungsvormerkung eintragen lassen und Genehmigungen einholen muss. Den Ablauf Schritt für Schritt erklärt der Ratgeber Ablauf des Immobilienverkaufs.

Möchten Sie wissen, welche Makler in Ihrer Gegend Häuser verkaufen? Stellen Sie eine kostenlose Anfrage. Wir nennen Ihnen bis zu drei Makler aus Ihrer Region.

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Häufige Fragen

Muss ich für den Hausverkauf einen Makler beauftragen?

Nein, Sie dürfen auch privat verkaufen. Dann übernehmen Sie Preisfindung, Inserate, Besichtigungen und die Abstimmung mit dem Notar selbst. Die Vor- und Nachteile vergleicht der Ratgeber Privat oder mit Makler.

Darf der Makler die ganze Provision vom Käufer verlangen?

Bei einem Einfamilienhaus, das an einen Privatkäufer geht, nicht. Hat nur der Verkäufer den Makler beauftragt, darf er höchstens die Hälfte an den Käufer weitergeben und muss selbst mindestens genauso viel zahlen (§ 656d BGB).

Gilt die Provisionsteilung auch für ein Mehrfamilienhaus?

Nein. §§ 656c und 656d BGB gelten nur für Wohnungen und Einfamilienhäuser und nur, wenn der Käufer Verbraucher ist. Bei Mehrfamilienhäusern oder Baugrundstücken ist die Verteilung frei vereinbar.

Wer zahlt Notar und Grundbuch beim Hausverkauf?

Nach § 448 BGB trägt der Käufer die Kosten der Beurkundung und der Eintragung ins Grundbuch. Der Verkäufer zahlt Kosten, die ihn betreffen, etwa die Löschung einer Grundschuld.

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